Wohlfahrtsverbände für einen verbesserten Kita-Personalschlüssel

strong>Vorstellung des Positionspapiers „Weil Kinder Zeit brauchen – für einen besseren Personalschlüssel in Sachsens Kitas“ im Schulterschluss mit Elternvertretern und GEW

(Dresden) Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege (Liga) in Sachsen fordern verbesserte Rahmenbedingungen für die frühkindliche Bildung in Sachsen.

In ihrem Positionspapier Wohlfahrtsverbände für einen verbesserten Kita-Personalschlüssel nehmen die Wohlfahrtsverbände die Qualität der frühkindlichen Bildung in den Blick: „Die Frage ist doch: durch wie viele Kinder lässt sich Aufmerksamkeit teilen?“, betont der derzeitige Liga-Vorsitzende und Caritasdirektor im Bistum Dresden-Meißen, Matthias Mitzscherlich: „Die Umsetzung des sächsischen Bildungsplans und eine individuelle Betreuung sind nur mit Fachkräften zu sichern, die Zeit haben: für das einzelne Kind, für Vor- und Nachbereitung und für Weiterbildung. Die Rahmenbedingungen für gute Kindertageseinrichtungen müssen jetzt im Freistaat gestellt werden. Später ist zu spät. Im Moment sichern viele Erzieherinnen und Erzieher die gestiegenen Anforderungen unter anderem an Weiterbildung und Entwicklung pädagogischer Angebote in ihrer Freizeit ab. Das kann auf Dauer nicht gut gehen.“

Die Liga stellt in ihrem aktuellen Positionspapier einen weitreichenden Forderungskatalog auf: Für mehr Zeit der Erzieherinnen und Erzieher brauche es einen verbesserten Personalschlüssel, die Anerkennung der Vor- und Nachbereitung als Arbeitszeit, ein dichteres Netz der Fachberatung und eine Freistellung für Leitungsaufgaben in der Kita.

Die Wohlfahrtverbände berufen sich in ihrem Papier auf aktuelle Studien von PädQUIS und der Bertelsmann-Stiftung.

Die Liga ist der Zusammenschluss der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege im Freistaat. Mitglieder sind die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz, das Diakonische Werk, der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband sowie die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Etwa 1000 der insgesamt 2600 sächsischen Kitas befinden sich in Trägerschaft der Freien Wohlfahrtspflege.

Das Positionspapier wird auf der Pressekonferenz der Stadtelternbeiräte Dresden, Chemnitz und Leipzig am 2. Juni, 10.30 Uhr in der Evangelischen Kita Dresden-Neustadt, Haus „Senfkorn“ (Georgenstraße 3, 01097 Dresden) vorgestellt.
Die Pressekonferenz findet anlässlich der Aktion „Mehr als 99 Luftballons“ der Elternvertreter statt. An diesem Tag werden in vielen sächsischen Kitas um 11 Uhr bunte Luftballons aufsteigen, um die Forderung nach verbesserten Rahmenbedingungen deutlich zu machen.

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