Kita-Kampagne eröffnet – Wohlfahrtsverbände fordern mehr Fachkräfte

 Dresden, 6. August. Eine deutlich bessere personelle Ausstattung für die Kindertageseinrichtungen in Sachsen haben die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege (Liga) gefordert. Der sächsische Bildungsplan sei auf dem Papier zwar bundesweit Spitze, hinsichtlich der Rahmenbedingungen in der Praxis stecke man jedoch mitten im Abstiegskampf, sagte der derzeitige Liga-Vorsitzende und Caritasdirektor, Matthias Mitzscherlich. Mitzscherlich äußerte sich anlässlich der Eröffnung der Liga-Kampagne „Weil Kinder Zeit brauchen – Für einen besseren Personalschlüssel in Sachsens Kitas“ am 6. August in der Kindertagesstätte „Annenstraße“ in der Dresdner Innenstadt.

Sächsischer Bildungsplan nicht umsetzbar

„Ein guter Start in der Kita ist ein Vorteil für die gesamte weitere Biografie des Kindes, deshalb lohnt sich eine Anstrengung gerade hier“, so der Liga-Vorsitzende weiter. Die hohen Anforderungen des sächsischen Bildungsplans an frühkindliche Bildung und eine individuelle Betreuung seien nur mit Fachkräften erfüllbar, denen Zeit für das einzelne Kind, für Vor- und Nachbereitung und für Weiterbildung gegeben werde. Mit dem derzeitigen Personalschlüsseln in Krippe, Kindergarten und Hort fehle diese Zeit.

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Kampagneneröffnung
Kampagneneröffnung

Unter den jetzigen Bedingungen sei der Sächsische Bildungsplan nicht umsetzbar, betonte auch die Leiterin der Dresdner Kindertagesstätte „Annenstraße“, Andrea Krácser. Die Erzieherinnen der Einrichtung hätten täglich wesentlich mehr Kinder zu betreuen, als das Sächsische Kita-Gesetz formal vorschreibe. Hinzu kämen Ausfälle durch Urlaub, Krankheit oder Fortbildungen. „Wir brauchen dringend eine Verbesserung der Personalausstattung, sonst können wir die hohen Anforderungen nicht erfüllen.“

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