Angesichts vernichtender Studienergebnisse: Sachsens Wohlfahrtsverbände erneuern ihre Forderung nach mehr Fachkräften an Kitas

logoDie jüngsten Ergebnisse des Ländermonitors „Frühkindliche Bildungssysteme“ der Bertelsmannstiftung bestätigen die Liga der Wohlfahrtsverbände in ihrer Kampagne „Weil Kinder Zeit brauchen“. Laut der Studie liegt Sachsen auf dem vorletzten Platz aller Bundesländer was den Kita-Betreuungsschlüssel betrifft.

Seit August 2009 werben AWO, Caritas, Diakonie, DRK, PARITÄT und die ZWST bei den politischen Entscheidungsträgern für bessere Rahmenbedingungen in Sachsens Kitas. Mit eigenen Kampagnen-Plakaten, Postkarten und vielen Aktionen sowie Veranstaltungen vor Ort tragen die etwa 1000 sächsischen Kindertageseinrichtungen in freier Trägerschaft die Forderungen unter die Leute und an die Politiker in Land und Kommunen. Seit November werden den sächsischen Landtagsabgeordneten goldene „Schlüssel für Sachsens Zukunft“ übergeben, um auf eine Senkung des Betreuungsschlüssels hinzuwirken. Ende März stellen die Kitas im Landkreis Görlitz mit der Aktion „In der Kita brennt noch Licht“ unter Beweis, wie viel Zeit für Vor- und Nachbereitung in der frühkindlichen Bildung zu leisten ist. Diese Zeit geht bisher nicht in den im sächsischen Kita-Gesetz festgelegten Betreuungsschlüssel ein.

Dokumentiert wird die Kampagne auf www.weil-kinder-zeit-brauchen.de.

Die Forderungen der Freien Wohlfahrtspflege auf einen Blick:

  • Senkung des Personalschlüssels  in der Krippe von 1:6 auf 1:4
  • im Kindergarten  von 1:13  auf 1:10
  • im Hort von 1:20  auf 1:16
  • Berücksichtigung der Zeit für Vor- und Nachbereitung als 20 Prozent der Arbeitszeit
  • auf 100 Kita-Plätze muss eine Freistellung für die Kita-Leitung erfolgen
  • ein dichteres Netz der Fachberatung und Weiterbildung

 Etwa 1000 der insgesamt 2600 sächsischen Kitas befinden sich in Trägerschaft der Freien Wohlfahrtspflege.

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