Evaluation des sächsischen Bildungsplanes zeigt Handlungsbedarf

Liga begrüßt positive Ergebnisse – Rahmenbedingungen im Kita-BereichLogo müssen jedoch verbessert werden

Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen (Liga) begrüßt die ersten Ergebnisse der heute in Dresden vorgestellten Evaluation des sächsischen Bildungsplanes durch das Sächsische Staatsministerium für Kultus und Sport (SMK). Die Evaluation gibt Einblicke, inwieweit der sächsische Bildungsplan in der Praxis von Kindertageseinrichtungen umgesetzt wird und wirkt. Die Ergebnisse zeigen auch deutlich, dass die seit langem vorgebrachte Forderung der Liga insbesondere nach mehr Zeit zur Vor- und Nachbereitung für das Kita-Personal dringend umgesetzt werden muss.

„Wir hatten bereits seit längerem die Rückmeldung von Erzieherinnen und Erziehern, dass der Bildungsplan als Leitfaden pädagogischen Handelns in den Kindertagestätten akzeptiert ist“, sagt Beate Hennig, Landesgeschäftsführerin des PARITÄTISCHEN Sachsen und derzeitige Ligavorsitzende. „Mit der Evaluation hat das SMK diesen Eindruck bestätigt. Sie bietet gleichzeitig die Grundlage dafür, die bestehenden Rahmenbedingungen in den sächsischen Kitas so weiterzuentwickeln, dass der Bildungsplan gut umgesetzt werden kann. Die Wohlfahrtsverbände haben hierzu bereits ihre Vorschläge unterbreitet.“
Ein Ziel des sächsischen Bildungsplanes sieht die Kooperation von Kitas und Grundschulen vor. Diese Kooperationen und Netzwerke sollen die Kita-MitarbeiterInnen gestalten. Die Evaluation zeigt jedoch deutlich die fehlenden zeitlichen und personellen Ressourcen für ein derartiges Vorhaben. „Das notwendige Fachwissen ist bei den ErzieherInnen vorhanden – allein die Zeit für Reflektion und Austausch fehlt“, betont Beate Hennig. „Die Liga weist seit längerem darauf hin, dass die sogenannte kinderfreie Zeit des Personals für Vor- und Nachbereitung oder eben Netzwerkarbeit bzw. den Aufbau der vorgesehenen Kooperationen nicht vorhanden ist. Hier muss der Freistaat nachsteuern, um dem Anspruch des Bildungsplanes gerecht zu werden. Die Evaluation bestätigt dies.“

Hintergrund: Das SMK stellte heute in Dresden eine Evaluation des sächsischen Bildungsplanes vor, die durch Frau Prof. Ursula Carla (Fachbereich Bildungs- und Erziehungswissenschaft, Universität Bremen) erstellt wurde und den Bildungsplan sowie die Schuleingangsphase auf ihre Inhalte und Wirkungen geprüft hat.

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