„Den Kitas geht es an die Substanz“

 

Wohlfahrtsverbände, GEW und Eltern machen mit gemeinsamer Kampagne Druck

 

 (Dresden) Am heutigen Freitag, den 20. April 2012 haben die sächsischen Wohlfahrtsverbände gemeinsam mit der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW Sachsen) und den Elternverbänden die Kampagne „Weil Kinder Zeit brauchen“ wieder aufgenommen.

Lutz Stephan, Martina Israel-Fischer, Elke Schramm (beide STEB) und Rüdiger Unger (v.l.n.r.)

Lutz Stephan, Martina Israel-Fischer, Elke Schramm (beide STEB) und Rüdiger Unger (v.l.n.r.)

 

In einer Pressekonferenz anlässlich des Liga-Fachforums zur Auswertung der Umsetzung des Sächsischen Bildungsplans am selben Tag im Dresdner Kulturrathaus startete die Kampagne, die sich bereits 2009/10 an die Landes- und Kommunalpolitik richtete, wieder neu. 

„Den Kitas geht es an die Substanz“, so der Vorsitzende der Liga der Freien Wohlfahrtspflege und Vorstandsvorsitzende des DRK Sachsen, Rüdiger Unger. Reell sei in Sachsen eine Fachkraft für 17 Drei- bis Sechsjährige verantwortlich und sichere die Vor- und Nachbereitung in der Freizeit ab. „Wir wollen jedoch nicht nur bewahren sondern bilden, erziehen und betreuen“, so Unger.

„Was im frühkindlichen Bereich nicht angepackt wird, kommt später doppelt teuer“, Lutz Stephan, stellvertretender Landesvorsitzender der GEW Sachsen. Ein Beispiel dafür seien Sprachförderprogramm für teures Geld, wenn gleichzeitig eine Schlüsselverbesserung in der Krippe wesentlich einfacher sei und deutlich bessere Ergebnisse zeitigen könne.

Martina Israel-Fischer, Elternvertreterin des Stadtelternbeirates Dresden ergänzt: „Wir können nicht mehr länger warten. Uns ist zu oft eine Verbesserung von der Politik versprochen worden. Unsere Kinder sind aber jetzt in der Kita und benötigen jetzt Zeit und Aufmerksamkeit ihrer Erzieher.“

Unterstützt wurden die Forderungen unter anderem von Ergebnissen der bundesweiten Studie „Schlüssel zu guter Bildung, Erziehung und Betreuung“, die vom PARITÄTISCHEN Gesamtverband, dem Diakonischen Werk Deutschland und dem GEW-Bundesverband erstellt wurde und die detailliert zeigt, wie das „eiserne Dreieck der Strukturqualität“ aus Personalschlüssel, Ausbildung der Fachkräfte und deren Bezahlung Einfluss auf die Bildungschancen der betreuten Kinder hat.

Postkarte_Mammut._2012

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