Die sächsischen Spitzenkandidatinnen und –kandidaten zum Thema Kita-Betreuungsschlüssel

Am kommenden Sonntag wählen die Sachsen ihr neues Parlament für die kommenden fünf Jahre. Das Thema Kita und Betreuungsschlüssel spielt in den Medien und den meisten Programmen der zur Wahl stehenden Parteien eine große Rolle. Dazu haben sich auch die Spitzenkandidatinnen und –kandidaten der bereits im Sächsischen Landtag vertretenen, demokratischen Parteien in der jüngeren Vergangenheit geäußert.

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© CDU Sachsen

Stanislaw Tillich (CDU)

„Ich will, dass jede Kita für sich entscheiden kann, wie sie das Geld verwendet: ob für Fachpersonal, für Vor- und Nachbereitungsarbeiten oder für Unterstützungsleistungen. Das jetzige System ist da viel zu starr.“ CDU-Landesparteitag, 29.6.2014

„Wir haben nicht die Notwendigkeit, an den Betreuungsschlüsseln per se etwas zu ändern.“ Wahlduell von SZ, LVZ und Freie Presse, 18.8.2014

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© Die Linke Sachsen – DiG/trialon

Rico Gebhardt (LINKE)

„Aus persönlichem Erleben kann ich sagen: Wenn man früh in die Kita kommt und sein Kind abgibt, da sind gefühlte 1:18, 1:19. Deswegen brauchen wir eine Absenkung auf 1:12 mindestens für die nächsten zwei Jahre. Wir können uns nicht so rausmogeln, indem wir sagen, das machen wir mit Qualitätssteigerung.“  Wahlduell von SZ, LVZ und Freie Presse, 18.8.2014

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© SPD Sachsen – Götz Schleser

Martin Dulig (SPD)

„Ich werde keinen Koalitionsvertrag unterschreiben, der nicht die gesetzliche Verbesserung des Betreuungsschlüssels vorsieht.“ Freie Presse, 22.8.2014

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© Grüne Fraktion Sachsen

Antje Hermenau (Grüne)

„Dann bleiben wir bei unserem Vorschlag, nämlich die Grunderwerbsteuer in Sachsen endlich von 3,5% auf 5% anzuheben. Das sind roundabout 85 Millionen Euro, von denen nicht ganz 20 Millionen Euro den Kommunen und circa 65 Millionen Euro dem Land zufließen. Dann hätten wir fast exakt das abgebildet, was an Mehrkosten für die Anhebung des Personalschlüssels, für die Verbesserung des Personalschlüssels nötig wäre, nämlich circa 90 Millionen Euro, und dann wäre es auch dauerhaft und solide gegenfinanziert, und man hätte endlich einmal an eine Frage, die sehr viele Menschen berührt, einen Knopf drangemacht.“ Plenarprotokoll Sächsischer Landtag, 22.5.2014

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© FDP Sachsen – Steffen Prößdorf

Holger Zastrow (FDP)

Von Holger Zastrow sind bisher keine direkten Zitate zum Kita-Betreuungsschlüssel aus dem Jahr 2014 in Plenarprotokollen, Medienveröffentlichungen sowie Internet/Facebook/Twitter-Seiten von Partei oder Landtagsfraktion überliefert.

 

 

3 Kommentare to “Die sächsischen Spitzenkandidatinnen und –kandidaten zum Thema Kita-Betreuungsschlüssel”

  1. Ines sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Hartung,

    im Artikel sind die Auswahlkriterien aufgeführt: „die Spitzenkandidatinnen und –kandidaten der bereits im Sächsischen Landtag vertretenen, demokratischen Parteien“. Daher ist die Zitierung weder willkürlich, noch zufällig, noch „komisch“.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ines Vogel
    Federführende für die Öffentlichkeitsarbeit der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen

  2. Komisch, dass unter den „sächsischen Spitzenkandidatinnen und –kandidaten zum Thema Kita-Betreuungsschlüssel“ Dr. Frauke Petry weder gefragt noch zitiert wurde. Sonst hätten Sie ja auch folgenden Programmpassus gefunden und erläutert bekommen (vgl. auch http://afdsachsen.de/?ct=audiowahlprogramm):

    Wir treten ein für Betreuungsschlüssel, die den Mindeststandards der Europäischen Union entsprechen:
    + bis 1,5 Jahre: 1 Erzieher/in für 3 Kinder (bisher 1:6)
    + bis 3 Jahre: 1 Erzieher/in für 4 Kinder (bisher 1:6)
    + bis Schuleintritt: 1 Erzieher/in für 8 Kinder (bisher 1:13)
    + im Hort: 1 Erzieher/in für 16 Kinder (bisher 1:20)
    + eine freigestellte Leiterin auf 100 Kitaplätze
    Die benötigte Vor- und Nachbereitungszeit von fünf Stunden pro Woche und Fachkraft soll schrittweise anerkannt und vom Land finanziert werden.

    Für weitere Fragen steht Ihnen die AfD gern zur Verfügung.

  3. Steinbock sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe schon mehrmals geschrieben auch an unsere Familienministerin das wir in Sachsen jede Menge staatlich anerkante Kinderpfleger mit gut bis sehr guten Abschluß haben.
    Jedoch gibt es für diese Jungen Leute keine Personalschlüssel um die Eezieher zu unterstützen. Dies nur in Kurzform.
    Ich schreibe zu dieser problematik schon fast ein Jahr über alle Medien jedoch leider für unsere Jugend in Sachsen vergebens, kein Wunder warum unsere gut ausgebildeten Leute in andere Bundesländer gehen wo es diese Schlüssel gibt.

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