Kita-VertreterInnen im Gespräch mit Lothar Bienst, MdL

Kita-VertreterInnen trafen sich am 28. Juni 2016 in Niesky mit dem bildungspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im sächsischen Landtag, Lothar Bienst. Nachstehend veröffentlichen wir den uns zugesandten Bericht:

Die Kita-VertreterInnen betonten während des Gesprächs die hohe Akzeptanz des Sächsischen Bildungsplanes. Gleichzeitig unterstrichen Sie die Notwendigkeit, der weiteren Verbesserung der Rahmenbedingungen für Kita-Pädagogen.

Überzeugend stellte Frau Christoph, Leiterin der Evangelischen Kita „Arche Kunterbunt“ Weißwasser dar, wie dringend erforderlich die Anerkennung von Vor- und Nachbereitungszeiten sind: „… z.B. die Dokumentation von Entwicklungsprozessen, die Vorbereitung und Durchführung von Entwicklungsgesprächen (durch Trennungen und Scheidungen vielfach zwei Entwicklungsgespräche pro Kind und Familie), die Vor – und Nachbereitung von Projekten, die fachliche Anleitung von Praktikanten – all das sind Aufgaben, für die das Kitagesetz aktuell keine Zeit vorsieht“.

Pfarrer Fünfstück vom Trägerverteter der Kita des „Kinderkreis Vierkirchen e.V.“ betonte u.a. die Bedeutung des gelingenden Übergangs zur Schule für die Kinder: „… eine gute Zusammenarbeit mit den Grundschulen benötigt extra Zeit.“ Auch wenn es Herr Hummel, Elternvertreter in der Kita „Bethanien“ in Görlitz, besonders wichtig ist, dass sich seine Tochter in der Kita wohlfühlt unterstützt der den Beitrag von Pfarrer Fünfstück und sagt: „…dass gerade die Vorbereitung der Kinder auf den nächsten Lebensabschnitt von immenser Bedeutung für deren Entwicklung ist.“

Der Landtagsabgeordnete hörte mit Interesse die Sichtweisen der PraxisvertreterInnen. „Dieses Thema“, so Bienst „besitzt für mich im Bereich der frühkindlichen Bildung oberste Prorität“. Er habe in den letzten Jahren regelmäßig mit Erzieherinnen das Gespräch gesucht und wir auch künftig zum Dialog bereit sein.

Abschließend verweist Frau Rönsch, Fachbereaterin des Evang. Kirchenkreis Schlesische Oberlausitz, auf den aktuellen Ländervergleich der Bertelsmannn Stiftung. In diesem liegt Sachsen im Bundesvergleich hinsichtlich des Betreuungsschlüssels im Krippenbereich auf dem letzten und im Kindergartenbereich auf dem vorletzten Platz. „Ein spürbares Zeichen für die Praxis ist dringend geboten“, forderte Rönsch abschließend.

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