Beginn der politischen Gespräche

Die Kampagnenankündigung zeigt bereits Wirkung: Am Nachmittag des 6. August diskutieren die Liga-Verbandsspitzen mit Staatssekretär Hansjörg König sowie Vertretern des Sächsischen Landkreistags und des Sächsischen Städte- und Gemeindetags im Kultusministerium. Die Forderungen sind ebenfalls Gegenstand politischer Gespräche mit den demokratischen Landtagsfraktionen.

Am 17. August lädt die Liga zudem in die Dresdner Dreikönigkirche, um ab 18.30 mit Lars Rohwer (CDU), Dr. Eva-Maria Stange (SPD), Falk Neubert (LINKE), Kristin Schütz (FDP) und Elke Herrmann (GRÜNE), Elternvertretern, Erzieherinnen und Fachberatern Wege zu Kita-Qualitätssicherung zu diskutieren.

 

Wohlfahrtsverbände starten Kita-Kampagne „Weil Kinder Zeit brauchen“

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Liga kritisiert Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit und fordert einen verbesserten Personalschlüssel zur Umsetzung des Sächsischen Bildungsplans

Termin:
Donnerstag, 6. August, 10 Uhr Kita „Annenstraße“ (Annenstraße 11,01067 Dresden)

(Dresden, 24.7.2009) Am 6. August wird die Liga Sachsen gemeinsam mit Erzieherinnen, Eltern und Kindern der Kita „Annenstraße“ in der Dresdner Innenstadt die Kampagne der Wohlfahrtsverbände für einen besseren Kita-Personalschlüssel eröffnen.

„Wir müssen die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit endlich schließen“, so der Liga-Vorsitzende und Caritasdirektor im Bistum Dresden-Meißen Matthias Mitzscherlich: „Die hohen Anforderungen des sächsischen Bildungsplans an frühkindliche Bildung und eine individuelle Betreuung sind nur mit Fachkräften erfüllbar, denen Zeit gegeben wird: für das einzelne Kind, für Vor- und Nachbereitung und für Weiterbildung. Mit Personalschlüsseln in Krippe, Kindergarten und Hort, die allesamt im bundesdeutschen Schlussfeld liegen, fehlt genau diese Zeit. Und sie fehlt damit unseren Kindern.“

Die Kampagne „Weil Kinder Zeit brauchen“ soll ein öffentliches Bewusstsein schaffen für die notwendigen Verbesserungen der Kita-Rahmenbedingungen. Mit eigenen Plakaten, Postkarten und vielen Aktionen sowie Veranstaltungen vor Ort werden die etwa 1000 sächsischen Kindertageseinrichtungen in freier Trägerschaft den Landtagswahlkampf begleiten. Die Liga will so Mandatsträger und Kandidaten mit der Problemstellung konfrontieren und die Öffentlichkeit informieren.

Zum Pressetermin werden das Motiv der Kampagne „Weil Kinder Zeit brauchen“ als großflächiges Banner enthüllt und die Materialien vorgestellt. In einem anschließenden Pressegespräch wird der Liga-Vorsitzende die Forderungen der Wohlfahrtsverbände erläutern und ebenso wie Erzieherinnen, Eltern und Fachberater für Nachfragen zur Verfügung stehen.

Das Positionspapier der Liga „Weil Kinder Zeit brauchen – für einen besseren Betreuungsschlüssel in Sachsens Kitas“ finden Sie hier.

Der genannte Pressetermin ist für Film- und Fotoaufnahmen sehr geeignet.

Schulterschluss der Wohlfahrtsverbände mit Eltern und Gewerkschaft

99 Luftballons in der Kita SenfkornAktion „Mehr als 99 Luftballons“ demonstriert Einigkeit für bessere Kitas in Sachsen

(Dresden, 2.6.2009) Landesweit stiegen am 2. Juni bunte Luftballons in den Himmel. Organisiert von den Elternvertretern der drei großen Städte demonstrierten so Punkt 11 Uhr viele Kitas ihre Forderung nach besseren Rahmenbedingungen in der frühkindlichen Bildung.

Sie sind damit nicht allein: Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege (Liga) präsentierten einen weitreichenden Forderungskatalog an die Landespolitik und kündigten eine Kampagne für diesen während des Landtagswahlkampfes an. Für mehr Zeit der Erzieherinnen und Erzieher sei ein verbesserter Personalschlüssel ebenso nötig wie die Anerkennung der Vor- und Nachbereitung als Arbeitszeit, ein dichteres Netz der Fachberatung und eine Freistellung für Leitungsaufgaben in der Kita. Die Wohlfahrtsverbände berufen sich bei ihren Forderungen auf Studien von PädQUIS sowie der Bertelsmann-Stiftung und schlagen eine schrittweise Umsetzung innerhalb der nächsten sieben Jahre vor.

André Schneider, Fachausschussvorsitzender der Liga, betont mit Blick auf die Finanzierbarkeit der Forderungen: „Im Ländervergleich der Ausgaben pro Kind liegt Sachsen nur auf Platz 11. Da ist also noch Luft nach oben. Die Wohlfahrtsverbände weisen seit Jahren darauf hin, dass neue Anforderungen auch bessere Rahmenbedingungen brauchen.“

Leif Wetzel-Dresch verweist auf die Vertröstungen der Eltern bei weiter steigendem Leidensdruck, dass ihre Sprösslinge nicht die Zeit und Aufmerksamkeit bekämen, die sie bräuchten. Der zweifache Vater und Vorsitzende des Chemnitzer Stadtelternrates wünscht sich, dass die Zeit der Appelle vorbei sei und fragt: „Was wird es uns kosten, wenn wir nicht investieren?“

GEW-Vertreterin Marion Balzk, selbst Erzieherin, kritisiert, dass trotz der gestiegenen Anforderungen mit dem sächsischen Bildungsplan das Bild der Erzieherin als „Basteltante“ weiter gepflegt werde und damit der Beruf systematisch unterschätzt würde. Die Forderung nach einem verbesserten Personalschlüssel sei deshalb auch im Sinne des angestrebten Gesundheitstarifvertrags wichtig.

Fotos von der Luftballonaktion in der Kita „Senfkorn“ Dresden-Neustadt.

Wohlfahrtsverbände für einen verbesserten Kita-Personalschlüssel

strong>Vorstellung des Positionspapiers „Weil Kinder Zeit brauchen – für einen besseren Personalschlüssel in Sachsens Kitas“ im Schulterschluss mit Elternvertretern und GEW

(Dresden) Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege (Liga) in Sachsen fordern verbesserte Rahmenbedingungen für die frühkindliche Bildung in Sachsen.

In ihrem Positionspapier Wohlfahrtsverbände für einen verbesserten Kita-Personalschlüssel nehmen die Wohlfahrtsverbände die Qualität der frühkindlichen Bildung in den Blick: „Die Frage ist doch: durch wie viele Kinder lässt sich Aufmerksamkeit teilen?“, betont der derzeitige Liga-Vorsitzende und Caritasdirektor im Bistum Dresden-Meißen, Matthias Mitzscherlich: „Die Umsetzung des sächsischen Bildungsplans und eine individuelle Betreuung sind nur mit Fachkräften zu sichern, die Zeit haben: für das einzelne Kind, für Vor- und Nachbereitung und für Weiterbildung. Die Rahmenbedingungen für gute Kindertageseinrichtungen müssen jetzt im Freistaat gestellt werden. Später ist zu spät. Im Moment sichern viele Erzieherinnen und Erzieher die gestiegenen Anforderungen unter anderem an Weiterbildung und Entwicklung pädagogischer Angebote in ihrer Freizeit ab. Das kann auf Dauer nicht gut gehen.“

Die Liga stellt in ihrem aktuellen Positionspapier einen weitreichenden Forderungskatalog auf: Für mehr Zeit der Erzieherinnen und Erzieher brauche es einen verbesserten Personalschlüssel, die Anerkennung der Vor- und Nachbereitung als Arbeitszeit, ein dichteres Netz der Fachberatung und eine Freistellung für Leitungsaufgaben in der Kita.

Die Wohlfahrtverbände berufen sich in ihrem Papier auf aktuelle Studien von PädQUIS und der Bertelsmann-Stiftung.

Die Liga ist der Zusammenschluss der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege im Freistaat. Mitglieder sind die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz, das Diakonische Werk, der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband sowie die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Etwa 1000 der insgesamt 2600 sächsischen Kitas befinden sich in Trägerschaft der Freien Wohlfahrtspflege.

Das Positionspapier wird auf der Pressekonferenz der Stadtelternbeiräte Dresden, Chemnitz und Leipzig am 2. Juni, 10.30 Uhr in der Evangelischen Kita Dresden-Neustadt, Haus „Senfkorn“ (Georgenstraße 3, 01097 Dresden) vorgestellt.
Die Pressekonferenz findet anlässlich der Aktion „Mehr als 99 Luftballons“ der Elternvertreter statt. An diesem Tag werden in vielen sächsischen Kitas um 11 Uhr bunte Luftballons aufsteigen, um die Forderung nach verbesserten Rahmenbedingungen deutlich zu machen.

Herzlich Willkommen!

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zur Kampagne „Weil Kinder Zeit brauchen“ der Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen. Sie richtet sich an alle diejenigen, die die Rahmenbedingungen an Sachsens Kitas verbessern wollen – unseren Kindern zuliebe.

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