Kultus-Haushalt gibt Kindern ein stabiles Fundament

Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion kleber_kita_schluessel

„Es ist unsere Aufgabe, den Kindern in Sachsen ein gutes und stabiles Fundament zu geben, denn sie sind das Fundament unserer Zukunft“, erklärte Juliane Pfeil am Dienstag in der Debatte zum Haushalt 2015/16. Dazu leiste der neue Haushalt einen wichtigen Beitrag. Pfeil verwies vor allem auf die schrittweise Senkung des Personalschlüssels in Kindergärten und Krippen. „Mit jeder Stufe werden mehr Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas tätig sein. Bis 2018 benötigen wir ungefähr 2.360 zusätzliche Fachkräfte.“

„Um dies in Zahlen zu fassen: Das Land Sachsen wird 2015/16 für die Absenkung des Schlüssels in den Kindergärten 53,8 Mio. bzw. 83,2 Mio. bereitstellen – also insgesamt 137 Mio. mehr in diesem Doppelhaushalt.“ Dies werde ohne eine Anhebung der Elternbeitrags-Grenze umgesetzt. „Das Gesetz über Kindertageseinrichtungen bleibt in diesem Punkt unangetastet.“

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Sparbrötchenvariante Kita

Wohlfahrt macht Neuanfang sächsischer Sozialpolitik aus
Zuversicht trotz Licht und Schatten in Koalitionsvertrag und Doppelhaushalt

LPK 24.2.2015

(Dresden) Alljährlich legen Sachsens Wohlfahrtsverbände einen gemeinsamen Wohlfahrtsbericht vor. Der heute vorgestellte Bericht „Sozialpolitik in Sachsen. Bestandsaufnahme und Perspek-tiven“ behandelt nicht wie in den Vorjahren Einzelaspekte des Wohlfahrtswesens, sondern legt vielmehr einen Parforceritt über das gesamte sozialpolitische Gelände hin, um in 13 Fachkapiteln von Familie bis Pflege die gegenwärtige Situation im Land zu analysieren, die Vorhaben der Sächsischen Staatsregierung zu bewerten und – neben einem eigenen Beitrag der Wohlfahrt – konkrete Handlungsschritte anzuregen.

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Wohlfahrtsverbände nehmen zur Änderung des sächsischen Kita-Gesetzes Stellung

Haushaltsbegleitgesetz sieht Schlüsselverbesserung vor – aber auch Aufhebung des Fachkraftgebots und Anhebung der Elternbeiträge

Logo Haushaltsbegleitgesetz sieht Schlüsselverbesserung vor – aber auch Aufhebung des Fachkraftgebots und Anhebung der Elternbeiträge
In einer Stellungnahme zum Referentenentwurf kritisiert die Liga der Freien Wohlfahrtspflege insbesondere die Öffnung des Personaleinsatzes für pädagogische Hilfs- und Assistenzkräfte im Krippenbereich. Durch den zusätzlichen Anleitungsbedarf würden die ohnehin knappen Personalressourcen zusätzlich gebunden und stehen den Kindern damit nicht unmittelbar zur Verfügung.
„Es besorgt uns zusätzlich, dass die Öffnung für Nicht-Fachkräfte den Krippenbereich bereits zwei Jahre vor der Schlüsselverbesserung ereilt. Hier besteht die Gefahr, dass Kommunen aus Haushaltsgründen auf die Ersetzung von Erzieherinnen und Erziehern durch geringer Qualifizierte dringen. Ein Bärendienst gerade für die Jüngsten“, so AWO Fachreferent Volker Abel Fattah, der derzeit dem Liga Fachausschuss Kinder- und Jugendhilfe vorsteht.

Die Stellungnahme kann hier heruntergeladen werden: Liga-Stellungnahme

Rückblick Friedensgebet in der Nikolaikirche

„In der Leipziger NikolaiPfarrer Bernhard stief Martin henkerkirche versammelten sich gestern sehr viele Menschen zum Friedensgebet um 17:00 Uhr. Sicherlich unter dem Eindruck der unsäglichen, in vielen sächsischen Städten öffentlich zur Schau gestellten Ablehnung von Menschen anderer Kultur und Religion.

Doch sicherlich auch aus Anlass des Themas: „Die schwarze Null“
Der Konvent der Leiterinnen und Leiter evangelischer Kitas in Leipzig und Umgebung machte die Anwesenden auf die Zustände in der sächsischen Kinderbetreuung aufmerksam. Sie legte den Fokus dabei nicht so sehr auf den Betreuungsschlüssel, sondern machte deutlich, dass „0“ Stunden für alle mittelbare pädagogische Arbeit (Elterngespräche/Elternabende, Beobachtung/Dokumentation, Vor-/Nachbereitung der päd. Arbeit,
Teamberatung/Supervision) zur Verfügung stehen.

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Ein Communiqué anstelle eines Bundesqualitätsgesetzes?

AWO_LOGODurch die Jugend- und Familienministerkonferenz wurde am 6. November 2014 das Communiqué „Frühe Bildung weiterentwickeln und finanziell absichern“ verabschiedet. In diesem Communiqué sprechen sich der Bund und die Länder für die qualitative Weiterentwicklung und finanzielle Absicherung der frühen Bildung aus.

Was auf den ersten Blick vielversprechend wirkt und in seinen Intentionen mit den Forderungen bildungspolitischer Akteure übereinzustimmen scheint, erweist sich bei genauerem Hinschauen als Papiertiger: tatsächlich wurde die Absicht von Bundesfamilienministerin Schwesig, ein Bundesqualitätsgesetz mit verpflichtenden Regelungen zur Strukturqualität in der frühkindlichen Bildung auf den Weg zu bringen, zugunsten längerfristiger Zwischenschritte gestoppt. Für die frühkindliche Bildung heißt dies zukünftig, dass die Rahmenbedingungen in den Kindertageseinrichtungen weiterhin durch die Länder gestaltet werden.

Lesehinweis bzw. Link auf das gemeinsame Positionspapier des AWO Bundesverbandes und des Paritätischen Gesamtverbandes für ein Bundesqualitätsgesetz.

Communique in der Übersicht

Konvent der Kita-Leiterinnen zum Friedensgebet in die Leipziger Nikolaikirche

Da hilft nur noch beten!?Friedensgebet Einladung einseitig
„Die große Null in Sachsens Kitas muss verschwinden!

Auch wenn die neue Staatsregierung den Personalschlüssel in den Kitas geringfügig erhöhen will – eine große Null soll weiter Bestand haben: NULL Stunden für die Vor- und Nachbereitung, NULL Stunden für Teamberatungen oder Fallgespräche, NULL Stunden für Entwicklungsgespräche oder Elternabende.
Bei den Horten steht sogar eine Doppel-NULL – sie sollen auch beim Personalschlüssel nicht bedacht werden.

All die jahrelangen Proteste dagegen, von Demonstrationen über Petitionen bis hin zu Streiks konnten daran nichts ändern. Weil alles nicht half, die Leiterinnen der evangelischen Kindertagesstätten in der Region Leipzig aber bei dieser Ohnmachtserfahrung nicht stehen bleiben wollen, werden sie ihre Sorgen und Nöte nun ins Gebet nehmen. Und zwar öffentlich.“

Daher lädt der Konvent der Leipziger Kita-Leiterinnen zum Friedensgebet in die Leipziger Nikolaikirche ein.
Im Anschluss wird nochmals eine Petition an den Landtag auf den Weg gebracht. Alle, die sich weiter für bessere Bedingungen in Kitas stark machen wollen, sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen.

Einladung zum Friedensgebet

 

Herzliche Einladung zur Lichterkette

Leipziger Initiative ruft zum Laternenumzug rund um das Rathaus auf

LaterneLiebe Eltern, liebe Bezugspersonen,

ein kleiner Erfolg in der Kita-Politik ist mit dem Koalitionsvertrag von CDU und SPD für Sachsen errungen.

Jetzt müssen die finanziellen Mittel dafür bereit gestellt werden!

Um die Stadtpolitik zu animieren, sich weiter für eine Verbesserung der für Kinder und Erzieher_innen gleichermaßen inakzeptablen Betreuungsschlüssel-Situation einzusetzen, möchten wir uns vor dem Leipziger Rathaus Anblick und Gehör verschaffen. Mit Laternen werden wir gemeinsam mit unseren Kindern eine Lichterkette um das Rathaus herum bilden sowie das eine oder andere Lied erklingen lassen. Wir wollen angenehm auffallen!

Denn: Wir müssen mit unserem Anliegen gesehen und gehört werden! Dafür nutzen wir die Stadtratssitzung am 20. November (Donnerstag).

Treff zum Lichter-Entzünden ist 16 Uhr, Haupteingang Neues Rathaus. Dann verteilen wir uns von dort aus zur Lichterkette.

Ein zahlreiches Erscheinen wäre ein großartiges Zeichen – unser Gang in die Öffentlichkeit!

Herzliche Einladung zur Lichterkette (3)

Kita-Konferenz: Qualität geht nicht ohne Träger

AWO_LOGOBerlin, 06. November 2014. AWO Bundesverband zur Kita-Qualität

„Wir erwarten von dem heutigen Treffen das Signal, dass sich Bund und Länder auf ein gemeinsames Verfahren zur substantiellen Verbesserung der Qualität in Kitas verständigen“, kommentiert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler das heute stattfindende Treffen zum Thema Betreuungsqualität in Kitas, kritisiert aber dennoch: „Es ist enttäuschend, dass die Kita-Träger nicht an den Gesprächen beteiligt werden. Wir sind diejenigen, die jeden Tag die Qualität der Betreuung umsetzen und sicherstellen. Deshalb erwarten wir ein geregeltes Verfahren, an dem alle am Geschehen Beteiligte involviert werden. Sonst steht zu befürchten, dass die Qualitätsdebatte zu einem Geschachere von Bund und Ländern um Finanzen verkommt.“

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Ein Durchbruch in doppelter Hinsicht

Liga begrüßt Pläne zur Verbesserung der Betreuungssituation in Sachsens Kitas

ligalogos (Dresden) Der heute vorgestellte Koalitionsvertrag für die Bildung der neuen sächsischen Staatsregierung legt nach Ansicht der Wohlfahrtsverbände einen deutlichen und wichtigen Schwerpunkt im Sozialbereich.

„Nicht nur vom Textumfang her, auch von der breitbandigen Perspektive auf das Sozialwesen, dem Bekenntnis zur Subsidiarität und der Partnerschaft mit der Zivilgesellschaft spricht die Vorlage eine Sprache des Respekts und der Wertschätzung für soziale Arbeit. Wir lesen das mit Freude“, so Karlheinz Petersen, Vorsitzender der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Sachsens und AWO Landesgeschäftsführer. So enthalte der Vertrag beispielsweise anders als sein Vorgänger von 2009 wieder das Wort Armut und verpflichte die Koalition zur Aktivität des Freistaats. (S. 49)

„Wir werden das Papier aufmerksam studieren und in den nächsten Tagen aus Sicht der Wohlfahrt bewerten“, kündigt Petersen an. Beide Parteivorsitzende benannten die Kita-Qualität jeweils als erstes Thema in der gemeinsamen Pressekonferenz und kündigten die Verbesserung des Betreuungs-schlüssels für Kindergärten und Kinderkrippen in der nächsten Legislatur auf 1:12 bzw. 1:5 an. (S. 16-17)

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„Damit Bindung gelingt“ – Diakonie und Caritas wollen bessere Bedingungen für Familien in Sachsen

140812_Bindungspapier_Seite_01Eine familienfreundlichere Sozialpolitik in Sachsen fordern der Diakonische Rat der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen und der Caritasrat im Bistum Dresden-Meißen. Dem Thema Familie müsse die Politik zukünftig größere Aufmerksamkeit schenken, heißt es in einem Positionspapier der beiden großen christlichen Wohlfahrtsverbände in Sachsen. Diakonie und Caritas fordern insbesondere die Hilfen für einkommensarme und unterstützungsbedürftige Familien zu erweitern, zum Beispiel frühe, aufsuchende Hilfen und Beratung über einen längeren Zeitraum, Erziehungshilfen, den Ausbau der Kindertagestätten mit einem angemessen Personalschlüssel sowie der Schulsozialarbeit.

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