Rückblick Friedensgebet in der Nikolaikirche

„In der Leipziger NikolaiPfarrer Bernhard stief Martin henkerkirche versammelten sich gestern sehr viele Menschen zum Friedensgebet um 17:00 Uhr. Sicherlich unter dem Eindruck der unsäglichen, in vielen sächsischen Städten öffentlich zur Schau gestellten Ablehnung von Menschen anderer Kultur und Religion.

Doch sicherlich auch aus Anlass des Themas: „Die schwarze Null“
Der Konvent der Leiterinnen und Leiter evangelischer Kitas in Leipzig und Umgebung machte die Anwesenden auf die Zustände in der sächsischen Kinderbetreuung aufmerksam. Sie legte den Fokus dabei nicht so sehr auf den Betreuungsschlüssel, sondern machte deutlich, dass „0“ Stunden für alle mittelbare pädagogische Arbeit (Elterngespräche/Elternabende, Beobachtung/Dokumentation, Vor-/Nachbereitung der päd. Arbeit,
Teamberatung/Supervision) zur Verfügung stehen.

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Ein Communiqué anstelle eines Bundesqualitätsgesetzes?

AWO_LOGODurch die Jugend- und Familienministerkonferenz wurde am 6. November 2014 das Communiqué „Frühe Bildung weiterentwickeln und finanziell absichern“ verabschiedet. In diesem Communiqué sprechen sich der Bund und die Länder für die qualitative Weiterentwicklung und finanzielle Absicherung der frühen Bildung aus.

Was auf den ersten Blick vielversprechend wirkt und in seinen Intentionen mit den Forderungen bildungspolitischer Akteure übereinzustimmen scheint, erweist sich bei genauerem Hinschauen als Papiertiger: tatsächlich wurde die Absicht von Bundesfamilienministerin Schwesig, ein Bundesqualitätsgesetz mit verpflichtenden Regelungen zur Strukturqualität in der frühkindlichen Bildung auf den Weg zu bringen, zugunsten längerfristiger Zwischenschritte gestoppt. Für die frühkindliche Bildung heißt dies zukünftig, dass die Rahmenbedingungen in den Kindertageseinrichtungen weiterhin durch die Länder gestaltet werden.

Lesehinweis bzw. Link auf das gemeinsame Positionspapier des AWO Bundesverbandes und des Paritätischen Gesamtverbandes für ein Bundesqualitätsgesetz.

Communique in der Übersicht

Konvent der Kita-Leiterinnen zum Friedensgebet in die Leipziger Nikolaikirche

Da hilft nur noch beten!?Friedensgebet Einladung einseitig
„Die große Null in Sachsens Kitas muss verschwinden!

Auch wenn die neue Staatsregierung den Personalschlüssel in den Kitas geringfügig erhöhen will – eine große Null soll weiter Bestand haben: NULL Stunden für die Vor- und Nachbereitung, NULL Stunden für Teamberatungen oder Fallgespräche, NULL Stunden für Entwicklungsgespräche oder Elternabende.
Bei den Horten steht sogar eine Doppel-NULL – sie sollen auch beim Personalschlüssel nicht bedacht werden.

All die jahrelangen Proteste dagegen, von Demonstrationen über Petitionen bis hin zu Streiks konnten daran nichts ändern. Weil alles nicht half, die Leiterinnen der evangelischen Kindertagesstätten in der Region Leipzig aber bei dieser Ohnmachtserfahrung nicht stehen bleiben wollen, werden sie ihre Sorgen und Nöte nun ins Gebet nehmen. Und zwar öffentlich.“

Daher lädt der Konvent der Leipziger Kita-Leiterinnen zum Friedensgebet in die Leipziger Nikolaikirche ein.
Im Anschluss wird nochmals eine Petition an den Landtag auf den Weg gebracht. Alle, die sich weiter für bessere Bedingungen in Kitas stark machen wollen, sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen.

Einladung zum Friedensgebet

 

Herzliche Einladung zur Lichterkette

Leipziger Initiative ruft zum Laternenumzug rund um das Rathaus auf

LaterneLiebe Eltern, liebe Bezugspersonen,

ein kleiner Erfolg in der Kita-Politik ist mit dem Koalitionsvertrag von CDU und SPD für Sachsen errungen.

Jetzt müssen die finanziellen Mittel dafür bereit gestellt werden!

Um die Stadtpolitik zu animieren, sich weiter für eine Verbesserung der für Kinder und Erzieher_innen gleichermaßen inakzeptablen Betreuungsschlüssel-Situation einzusetzen, möchten wir uns vor dem Leipziger Rathaus Anblick und Gehör verschaffen. Mit Laternen werden wir gemeinsam mit unseren Kindern eine Lichterkette um das Rathaus herum bilden sowie das eine oder andere Lied erklingen lassen. Wir wollen angenehm auffallen!

Denn: Wir müssen mit unserem Anliegen gesehen und gehört werden! Dafür nutzen wir die Stadtratssitzung am 20. November (Donnerstag).

Treff zum Lichter-Entzünden ist 16 Uhr, Haupteingang Neues Rathaus. Dann verteilen wir uns von dort aus zur Lichterkette.

Ein zahlreiches Erscheinen wäre ein großartiges Zeichen – unser Gang in die Öffentlichkeit!

Herzliche Einladung zur Lichterkette (3)

Kita-Konferenz: Qualität geht nicht ohne Träger

AWO_LOGOBerlin, 06. November 2014. AWO Bundesverband zur Kita-Qualität

„Wir erwarten von dem heutigen Treffen das Signal, dass sich Bund und Länder auf ein gemeinsames Verfahren zur substantiellen Verbesserung der Qualität in Kitas verständigen“, kommentiert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler das heute stattfindende Treffen zum Thema Betreuungsqualität in Kitas, kritisiert aber dennoch: „Es ist enttäuschend, dass die Kita-Träger nicht an den Gesprächen beteiligt werden. Wir sind diejenigen, die jeden Tag die Qualität der Betreuung umsetzen und sicherstellen. Deshalb erwarten wir ein geregeltes Verfahren, an dem alle am Geschehen Beteiligte involviert werden. Sonst steht zu befürchten, dass die Qualitätsdebatte zu einem Geschachere von Bund und Ländern um Finanzen verkommt.“

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Ein Durchbruch in doppelter Hinsicht

Liga begrüßt Pläne zur Verbesserung der Betreuungssituation in Sachsens Kitas

ligalogos (Dresden) Der heute vorgestellte Koalitionsvertrag für die Bildung der neuen sächsischen Staatsregierung legt nach Ansicht der Wohlfahrtsverbände einen deutlichen und wichtigen Schwerpunkt im Sozialbereich.

„Nicht nur vom Textumfang her, auch von der breitbandigen Perspektive auf das Sozialwesen, dem Bekenntnis zur Subsidiarität und der Partnerschaft mit der Zivilgesellschaft spricht die Vorlage eine Sprache des Respekts und der Wertschätzung für soziale Arbeit. Wir lesen das mit Freude“, so Karlheinz Petersen, Vorsitzender der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Sachsens und AWO Landesgeschäftsführer. So enthalte der Vertrag beispielsweise anders als sein Vorgänger von 2009 wieder das Wort Armut und verpflichte die Koalition zur Aktivität des Freistaats. (S. 49)

„Wir werden das Papier aufmerksam studieren und in den nächsten Tagen aus Sicht der Wohlfahrt bewerten“, kündigt Petersen an. Beide Parteivorsitzende benannten die Kita-Qualität jeweils als erstes Thema in der gemeinsamen Pressekonferenz und kündigten die Verbesserung des Betreuungs-schlüssels für Kindergärten und Kinderkrippen in der nächsten Legislatur auf 1:12 bzw. 1:5 an. (S. 16-17)

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„Damit Bindung gelingt“ – Diakonie und Caritas wollen bessere Bedingungen für Familien in Sachsen

140812_Bindungspapier_Seite_01Eine familienfreundlichere Sozialpolitik in Sachsen fordern der Diakonische Rat der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen und der Caritasrat im Bistum Dresden-Meißen. Dem Thema Familie müsse die Politik zukünftig größere Aufmerksamkeit schenken, heißt es in einem Positionspapier der beiden großen christlichen Wohlfahrtsverbände in Sachsen. Diakonie und Caritas fordern insbesondere die Hilfen für einkommensarme und unterstützungsbedürftige Familien zu erweitern, zum Beispiel frühe, aufsuchende Hilfen und Beratung über einen längeren Zeitraum, Erziehungshilfen, den Ausbau der Kindertagestätten mit einem angemessen Personalschlüssel sowie der Schulsozialarbeit.

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„Wenn nicht jetzt, wann dann? Am Geld kann es nicht scheitern.“

Liga fordert sächsischen Beitrag angesichts fließender Kita-Bundesmittel

 

ligalogos(Dresden) Derzeit gehen die Beratungen zum Gesetzentwurf der Bundesregierung „Zur weiteren Entlastung der Länder und Kommunen ab 2015 und zum quantitativen und qualitativen Ausbau der Kinderbetreuung“ in die entscheidende Phase. Gerade für die hiesige Debatte um die Finanzierung besserer Rahmenbedingungen für Sachsens Kitas hat der Beschluss weitreichende Folgen, die nach Auffassung der Liga der Freien Wohlfahrtspflege im Freistaat bereits bei den aktuellen sächsischen Koalitionsverhandlungen Berücksichtigung finden sollten.

„Wenn nicht jetzt, wann dann? Der Bund entlastet die Kommunen ab Januar um 1 Milliarde Euro pro Jahr, schüttet ab 2016 zu den bisherigen 450 Millionen Euro noch weitere 550 Millionen Euro an Sondervermögen für mehr und bessere Kitas aus und gibt den Ländern ab 2017 einen erhöhten Umsatzsteueranteil von 100 Millionen Euro im Jahr, um Kita-Betriebskosten co-zufinanzieren“, stellt Karlheinz Petersen, derzeitiger Liga-Vorsitzender und AWO Landesgeschäftsführer dar: „Für den nächsten sächsischen Doppelhaushalt allein ergäbe sich damit eine Entlastung von 42 Millionen Euro jährlich. Damit lässt sich eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels im Kindergarten von gesetzlich 1:13 auf 1:12 problemlos finanzieren.“ (Die Vollfinanzierung dieses Schritts beträgt laut SMK 37,6 Mio. Euro)

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Volkssolidaritäts-Kitas für einen besseren Betreuungsschlüssel in den Kitas – kreativer Schließtag am 29.08.14 und Ballonaktion am 10.10.14

Die sieben Kitas unseres VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverbandes Borna e.V. in Borna, Geithain und Pegau hatten am 29.08.14 geschlossen. Nein, eigentlich nicht geschlossen. Die Erzieherinnen und Erzieher waren normal im Dienst, nahmen aber keine Kinder zur Betreuung an. Gleichzeitig öffneten sie ihre Türen, um mit Eltern, Großeltern, Landes- und Kommunalpolitikern sowie interessierten Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Mit diesem kreativen Schließtag protestierten Erzieherpersonal und Kita-Träger gegen den Betreuungsschlüssel in Sächsischen Kitas. Der gesetzliche Betreuungsschlüssel, also das Verhältnis von Erziehern zu betreuenden Kindern, von ein zu sechs in der Krippe, eins zu 13 im Kindergarten und 0,9 zu 20 im Hort bei neun- bzw. sechsstündiger Betreuungszeit ist leider nur Theorie. Die tatsächliche Situation sieht ganz anders aus.

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Vom Geist der Einmischung

Gedanken im Hinblick auf 25 Jahre friedliche Revolution in Sachsen

von Katrin Lutz, Fachberaterin Kita des Kinderhausverein Zwickau e.V. und Mitinitiatorin der Aktion Windrad im Sommer

In Wurzen weist heute unter anderem dieses Transparent am Kita-Tor Eltern und Passantinnen auf das Anliegen eines besseren Betreuungsschlüssels hin.

In Wurzen weist heute unter anderem dieses Transparent am Kita-Tor Eltern und Passantinnen auf das Anliegen eines besseren Betreuungsschlüssels hin.

„Den gestrigen Tag zum Anlass genommen, sprachen Stanislaw Tillich und Martin Dulig vom Geist der Einmischung und scheinbar verlorenem Interesse an Demokratie. Ich nutzte diese Möglichkeit direkt bei Twitter, um unsere Forderungen und unsere tatkräftige Einmischung erneut ins Gedächtnis zu rufen. Politik könne ein Zeichen setzen, indem sie unsere Einmischung würdigt. So bekommen mehr Menschen Hoffnung, dass es sich lohnt, diese Wege zu beschreiten. Die CDU antwortete bereits und betonte, kein Gegner von Erziehern, Lehrern und Eltern zu sein. Der Koalitionsvertrag würde das zeigen, ich solle mich nur noch etwas gedulden. Wir trinken jedoch nicht nur Tee dabei sondern machen weiter mit. Ich wünsche allen Einrichtungen, die heute besondere Zeichen setzen, gute Erfahrungen und gute Gespräche.“

Wer im Übrigens seine Gedanken an die Verhandlerinnen und Verhandler des künftigen Koalitionsvertrags senden möchte, findet hier (Anlage – Übersicht über die Teilnehmenden an den Koalitionsverhandlungen) eine Übersicht über alle Teilnehmenden. Die Abgeordneten erreicht man am einfachsten unter Sächsischer Landtag, Bernhard-von-Lindenau-Platz 1, 01067 Dresden. Die Bürgermeister/innen und Landräte über ihre Rathäuser und Landratsämter.

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