Aktionstag am 29.08.2014 in der Kita Hechtstraße – PolitikerInnen erziehen

outlawAm 29.08.2014 findet ein landesweiter Aktionstag statt. An diesem Tag sollen die Kitas für Kinder geschlossen bleiben, damit sich das pädagogische Personal Aufgaben widmen kann wie Dokumentationen, Vor- und Nachbereitungen, Dienstberatungen etc. Alles Aufgaben, die sonst zu kurz kommen und eigentlich nur durch Mehrarbeit in der Freizeit zu leisten sind – was leider oft übliche Praxis ist.

Denn in Sachsen existiert ein Personalschlüssel, der mit 3 bis 6 Kindern über anerkannten Empfehlungen, z.B. der Bertelsmann Stiftung liegt – im Vergleich zu Empfehlungen des europäischen Kinderbetreuungsnetzwerks sogar doppelt so hoch ist.

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Wir brauchen bessere Betreuungsschlüssel in unseren Kitas

Protestaktion unserer Kindertageseinrichtungen am Freitag, dem  29.08.2014

Signet_VolkssolidaritaetWerden unsere Kinder in den Kitas optimal betreut? Diese Frage diskutierten Elternvertreter, Kita-Leiterinnen und die Geschäftsleitung der VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e.V. am 05.08.2014 in einer Gesprächsrunde mit Vertretern der Politik in Borna.
Unmissverständlich wurde Klartext gesprochen und deutlich gemacht, dass in Sachsens Kitas seit Jahren die Kinder durch eine dauerhaft unzureichende Personalsituation in überfüllten Gruppen betreut werden müssen.
Der gesetzliche Betreuungsschlüssel (Verhältnis zwischen Erzieher und zu betreuenden Kindern) von 1:6 in der Krippe, 1:13 im Kindergarten und 0,9:20 im Hort bei 9- bzw. 6-stündiger Betreuungszeit ist nur theoretische Makulatur. Tatsächlich sieht die Situation ganz anders aus.

IMG_2836Täglich überlegen die Kita-Leiterinnen, wie sie Personalausfälle durch Krankheit, Urlaub, Weiterbildung u.ä. in den Gruppen absichern können. Yvonne Pritz, Kita-Leiterin im „Sonnenschein“ Pegau, stellte die Gäste vor eine praktische Aufgabe: Überarbeitung eines Dienstplanes für eine Kita mit 2 Krippen- und 4 Kindergartengruppen, wenn von 10 Mitarbeitern zwei wegen Krankheit und Urlaub ausfallen und noch einer zur Weiterbildung muss. Und das unter Einhaltung des gesetzlichen Betreuungsschlüssels.
Diese Aufgabe konnte niemand lösen. Denn sie ist nicht lösbar. Nur wenn Kindergruppen zusammengelegt werden, ist eine Betreuung noch möglich, aber das tatsächliche Erzieher-Kind-Verhältnis wächst auf 1:9-10 in der Krippe und 1:18-21 im Kindergarten an. Das ist die tägliche Situation in den Kitas und nicht nur in unserem Verband. Wer hat es auszubaden? Die Kinder und die Erzieherinnen und Erzieher.

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Protestaktion „Bollerwagendemo“

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Ein Jahr Krippen-Rechtsanspruch: Quantität und Qualität müssen stimmen!

Sachsens Wohlfahrtsverbände mahnen bessere Kita-Rahmenbedingungen an

Logo(Dresden/Sachsen) Mit dem 1. August 2013 trat der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab deren ersten Geburtstag in Kraft. Sachsen hat den zahlenmäßigen Ausbau insgesamt gut gemeistert – dank der traditionell vorgehaltenen Krippen-Kapazitäten und mit wenigen Ausnahmeregionen. Für 52 Prozent aller Einjährigen steht ein Platz zur Verfügung.
Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege sehen trotzdem Handlungsbedarf: Schließlich müsse der Rechtsanspruch für jedes Kind zu gleichen Bedingungen erfüllt werden. Aktuell sind jedoch die Rahmenbedingungen in den allermeisten anderen Bundesländern deutlich besser.

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Kita – Qualität ist eine zentrale Herausforderung

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im DGB – Landesverband Sachsen – Pressemitteilung (Nr. 17/2014)
 gew_sax_logoAm Freitag, dem 25. Juli 2014 hat die Bertelsmann Stiftung die Ergebnisse ihres jährlichen „Ländermonitoring“ zur Kita-Qualität vorgestellt. Die Stiftung ermittelt für jedes Bundesland die wichtigsten Parameter zu den Rahmenbedingungen der pädagogischen Arbeit in Kindertagesstätten. Aus den landesspezifischen Analysen geht hervor, wie weit der Personalschlüssel von den fachlich notwendigen Standards abweicht, wie viel Personal einzustellen ist, um den fachlich notwendigen Standard zu erreichen und welche zusätzlichen Personalkosten dieses jährlich verursacht.

Sachsen ist von angemessenen Betreuungsverhältnissen in Kitas weit entfernt und gehört sowohl im Krippenbereich, als auch für Kinder ab 3 Jahren zu den Schlusslichtern im bundesweiten Vergleich.

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Studie und AWO einig: Qualität in Kitas sichern

AWO-Pressemitteilung

AWO_LOGOBerlin, 25. Juli 2014: „Der heute veröffentlichte ‚Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme‘ unterstreicht erneut die zentrale Forderung der AWO nach bundesweiten Standards für Kitas. Die Zeit des Zögern und Zaudern muss endlich ein Ende haben“, erklärt AWO Vorstandsvorsitzender Wolfgang Stadler. Hintergrund ist der neue Monitor der Bertelsmann Stiftung, dessen Zahlen die aufklaffenden Qualitätsunterschiede der Kitas offenbaren.

„Es ist weder gerecht noch verständlich, dass die Qualität in Kitas so offensichtlich vom Wohnort der Menschen abhängen. Wenn sich in Krippen eines Bundeslandes eine Erzieherin um durchschnittlich 6,3 Kinder und in anderen Ländern um 3,8 Kinder kümmern muss, dann schreien diese Zahlen nach einer bundeseinheitlichen Regelung“, hebt Stadler hervor. Für die Arbeiterwohlfahrt darf die Qualität dieser wichtigen Institution für junge Menschen nicht vom Ort der Geburt abhängig sein. Denn nicht zuletzt wird hier ein wichtiger Teil der Entwicklung der Kinder beeinflusst.

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Kinderbetreuung braucht bundesweit verbindliche Qualitätsstandards

Caritas und Fachverband für Kindertagesstätten fordern Bundes-Qualitätsgesetz

184px-Caritas_logo.svgBerlin, 25. Juli 2014. „Für die Entwicklung von Kindern ist eine hochwertige Betreuung, Bildung und Erziehung in Kindertagesstätten eine unerlässliche Voraussetzung. Um allen Kindern gute Bedingungen zu bieten, brauchen wir ein Qualitätsgesetz, das trotz der föderalen Struktur die Standards in Kindertageseinrichtungen  definiert“, fordert Caritas-Präsident Peter Neher anlässlich des heutigen Kita-Ländervergleichs der Bertelsmann-Stiftung.

Seit Jahren fordern der Deutsche Caritasverband und sein Fachverband katholischer Tageseinrichtungen für Kinder – KTK Bundesverband ein Bundes-Qualitätsgesetz, das einen Rahmen für Bildung und Erziehung mit bundesweiter Gültigkeit festlegt. „Wir brauchen gesetzliche Vorgaben, die dazu beitragen, dass alle Kinder gleiche Chancen bekommen und die verlässliche Bedingungen für die Fachkräfte schaffen“, macht Neher deutlich.

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10. Juli – „Schlüsselkonzert“ mahnt Landtagsabgeordnete

th_schluesselkonzert_webAnlässlich der Verabschiedung Sächsischer Landtagsabgeordneter vor der neuen Wahlperiodeam frühen Abend die im Landtag vertretenen demokratischen Parteien an ihre Verantwortung für gute Rahmenbedingungen in Kitas und Horten an.

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Liga-Wahlforum mit überwältigender Resonanz

Podium - Liga-Wahlforum 2014 - 2

Am gestrigen 8. Juli platzte die Dresdner Dreikönigskirche aus allen Nähten: Mehr als 600 Menschen nahmen am Kita-Wahlforum der Liga der Freien Wohlfahrtspflege teil und machten deutlich: „Zeit, dass sich ‚was tut für die frühkindliche Bildung in Sachsen!“ In einer äußerst lebendigen Diskussion standen die Landtagsabgeordneten Patrick Schreiber (CDU), Annekatrin Klepsch (LINKE), Dr. Eva-Maria Stange (SPD), Kristin Schütz (FDP) und Annekathrin Giegengack (GRÜNE) Rede und Antwort zur politischen Bilanz in der frühkindlichen Bildung und zu den Aussichten auf bessere Rahmenbedingungen: vom Betreuungsschlüssel bis zur Vor- und Nachbereitungszeit.

Fotos von der Veranstaltung finden Sie hier.

Die Abschlussstatements der Landtagsabgeordneten können Sie sich als Video hier anschauen.

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Schon mal Spirellis aus Locken gefummelt?

LogoOder geheime Sandwüsten aus Hosentaschen geholt? Aus etwa 12 Hosentaschen.

Kennen Sie den Überlebenskampf einer Puppe im Streit zwischen zwei 3 Jährigen? Wenn man nicht schnell genug ist, verliert meist die Puppe.

Schon mal beim Händewaschen nasse Strümpfe bekommen? Geht ganz einfach, wenn das Spielen mit Wasser solchen Spaß macht.

Bekommen Sie zum Einschlafen eine Geschichte vorgelesen? Wenn nicht, sollten Sie sich jemanden suchen zum Vorlesen. Das entspannt ungemein.

Mit Besteck essen, können Sie einwandfrei? Wem die Erbsen noch regelmäßig vom Löffel hüpfen, der ist froh, wenn er Zeit zum Üben bekommt oder Hilfe, bevor alles kalt wird.

Ihre Kinder finden bei Ihnen sofort Trost, wenn mal etwas nicht so läuft? Im Kindergarten wollen 18 Kinder gleichzeitig Trost von einer Erzieherin.

Können Sie sich einen Kindergeburtstag mit 18 Kindern vorstellen, der zwischen 8 und 9 Stunden andauert? Wir auch nicht.

Auf den Unterschied kommt es an. Wir feiern zwar nicht jeden Tag im Kindergarten einen Geburtstag. Aber 18 Kinder betreut eine Erzieherin oder ein Erzieher in Sachsen dennoch jeden Tag – und zwar alleine.

Darum machen wir uns stark für eine gute Betreuung unserer Kinder. Und gute Betreuung beginnt bei uns bei einer Zahl – der Schlüsselzahl. Wir setzen uns ein für einen Betreuungsschlüssel, bei dem eine Erzieherin oder ein Erzieher 10 Kinder betreuen.
WEIL ES EINEN UNTERSCHIED MACHT!

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