Unsere Forderungen

Kugel_rotgelbMehr pädagogische Fachkräfte für unsere Kinder!

Es braucht einen verbesserten Personalschlüssel zur Erfüllung der gesetzlichen
Aufgaben: Bildung, Erziehung und Betreuung. Mehr Erzieher/innen bedeuten mehr
Zeit und Zuwendung für jedes einzelne Kind. Für einen guten StartKugel_gelb

Unser Ziel bis 2016:

  • In der Krippe: 1 Erzieher/in für 4 Kinder (bisher 1:6)
  • Im Kindergarten: 1 Erzieher/in für 10 Kinder (bisher 1:13)
  • Im Hort: 1 Erzieher/in für 16 Kinder (bisher 1:20)

Mehr Zeit für Qualität

Spielerisches Lernen muss gut vorbereitet sein. Erzieher/innen benötigen
nicht zuletzt zur Umsetzung des Sächsischen Bildungsplanes genügend
Vor- und Nachbereitungszeit, damit Projekte und Exkursionen gelingen
und die Kinder davon wirklich profitieren.

Unser Ziel:

  • 20 Prozent der jährlichen Arbeitszeit werden für diese Aufgaben festgehalten.

Mehr Leitung und Organisation!

Um die gute Qualität einer Kindertageseinrichtung zu halten und zu verbessern,
brauchen Kita-Leitungskräfte vor allem eins: Zeit.

Unser Ziel:

  • Eine freigestellte Leiterin auf 100 Kitaplätze.

Mehr Zeit für Weiterbildung!Kugel_rot

Wer die ersten Bildungsschritte unserer Kinder begleitet, muss selbst auf der
Höhe der Zeit sein. Unser Ziel bleibt langfristig je eine qualifizierte Fachberatung
für 30 Erzieher/innen. Denn nur ein gut ausgebautes Netz von Fachberatung hält
die Fachkräfte auf dem aktuellen Informations- und Wissensstand.Kugel_gelb

Mehr Zeit für den Austausch mit den Eltern

Eltern und Erzieher/innen brauchen regelmäßigen Kontakt, um sich auszutauschen und zu wissen, wie sich das einzelne Kind entwickelt. Hier schließt sich der Kreis: Wir brauchen mehr pädagogische Fachkräfte mit mehr Zeit für Kinder.

Aufgeschlüsselt und untersetzt finden Sie unsere Forderungen im Positionspapier der Liga Sachsen.

4 Kommentare to “Unsere Forderungen”

  1. Thomas Pust sagt:

    nur mal eine Erklärung zum “Schlüssel”, da ich mich als Elternratsvorsitzender und 4facher Vater in den letzten 11 Jahren eingehend und mit anwaltlicher Prüfung mit dem Thema beschäftigt habe (mußte):
    Im Betreuungsschlüssel laut sächsKitaGes. sind Krankheit, Fortbildung und Urlaub der Pädagogen abgegolten. Eine voll arbeitende Leiterin (38h)zählt ab 100 Kids nicht dazu.
    Eine Gewährleistung der Einhaltung zu jeder Zeit (selbst 5 Minuten!) muß immer gegeben sein. Eltern, die Ihr Kind in der Kita abgeben, obwohl das Verhältnis Erzieher : Kinderzahl überschritten ist, machen sich sogar im Unglücksfall teilweise mit strafbar!
    Denkt da mal drüber nach!
    Kinder sind unser Wichtigstes und es währe schon viel erreicht, wenn der momentane Betreuungsfaktor eingehalten würde!

    Thomas Pust
    Elternratsvorsitzender Kita Zwergenhaus Stelzendorf / Chemnitz

  2. Siebert sagt:

    Ich muss Denis zustimmen. Ein weiteres Problem sind die unterschiedlichen Öffnungszeiten der Kitas, die im Schlüssel ebenfalls nicht berücksichtigt werden. Eine Einrichtung, welche von 7.00 – 16.30 geöffnet hat, hat den selben Personalschlüssel, wie unsere Einrichtung, die von 6.00 – 18.00 Uhr geöffnet hat. (inzwischen in der Diskussion Kitas bis 20.00 und länger zu öffnen)Da wir eine viel längere Öffnungszeit abdecken müssen, fehlt das Personal natürlich in den “Kernzeiten”. Auch darüber sollte einmal nachgedacht werden. 16 Kinder – davon 3 integrativ von 2,5 Jahren – 6 Jahren und das als einzelne Erzieherin mit allen “Nebenbeiaufgaben” – das ist einfach nicht mehr in guter Qualität und zum Wohle aller Kinder zu leisten.
    In diesem Sinne gilt der Aktion meine vollste Unterstützung.
    Unterschriftenlisten für alle Eltern wären in diesem Zusammenhang gut.
    Ich wünsche Ihnen und uns viel Erfolg!
    Herzliche Grüße
    K. Siebert

  3. [...] besseren Personalschlüssel in Sachsens Kitas” geworben wird. Die Forderungen kann man auf http://www.weil-kinder-zeit-brauchen.de nachlesen. Finde ich gut, diese Aktion. Sie ist auch optisch ansprechend umgesetzt, da haben sich [...]

  4. Denis Gäbler sagt:

    Ich würde es sehr begrüßen, daß Sie einmal schreiben, daß die von Ihnen geforderten Schlüssel sich nur auf 9h Plätze beziehen.
    Wenn in einer Kitagruppe mit 17 Kindern, ein gewisser Anteil an 6h Plätzen sind, wird selbst mit 17 Kindern noch der gesetzliche Schlüssel von 1:13 eingehalten, obwohl in der Kernzeit von 8 bis 14 Uhr 17 Kinder da sind.
    Daher ist das hantieren mit den gesetzlichen Schlüssel schon etwas Praxisfremd und jeder denkt sich, naja 1:13 ist doch nicht so schlimm!

    Antwort Admin: Vielen herzlichen Dank für Ihren Beitrag! Die Berechnungsgrundlage des Personalschlüssel auf eine 9-stündige Betreuungszeit ist von uns zwar nicht in das Informationsfaltblatt aufgenommen worden, wir können Sie jedoch informieren, dass die Position der Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege zu den Empfehlungen im Abschlussbericht der Evaluierung der Personalausstattung in Kita usw. vom 24.03.09 folgendes dazu aussagt: “Die Wohlfahrtsverbände schließen sich hier der Empfehlung an, der Bemessung des Personals eine achtstündige Betreuungszeit zu Grunde zu legen.” Auch im Positionspapier der Liga zur Kampagne haben wir selbiges formuliert. Wir wollten das Faltblatt nur gern so allgemeinverständlich wie möglich halten. In den politischen Gesprächen wird dieser Punkt jedoch immer mit angesprochen. Herzliche Grüße!

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